5 Tipps, wie du deinen Inneren Schweinehund überwindest

Ich habe keine Lust zum Sport. Heute bleibe ich einfach daheim. Die Schokolade sieht so verlockend aus.

Kommt dir das bekannt vor? So oder vielleicht anders geht es dir bestimmt auch des Öfteren.

Du hast Lust auf Sport, doch das hinfahren, an- und umziehen sind einfach nicht dein Ding. Deswegen bleibst du gemütlich auf der Couch sitzen und nascht aus Langeweile die Tüte Chips und die Schokolade leer. Oder du rennst von einer Ecke in die andere und weißt nicht so recht mit dir anzufangen.

Na, wenn das nicht dein Innerer Schweinehund ist, der dich wieder quält. Der Innere Schweinehund hat viele Gesichter, dennoch hat er immer eines gemeinsam: Er ist stark, wenn du ihn lässt und weiterhin fütterst.

Willensschwäche alias Innerer Schweinehund

Klug wie er ist, hindert er dich daran, unangenehme Tätigkeiten auszuführen, die dich entweder um Erfahrungen und Erkenntnisse reicher machen wie zum Beispiel Probleme angehen, sich einer Gefahr auszusetzen oder die für dich sinnvoll erscheinen wie zum Beispiel mehr trinken oder mit Freunden etwas zu unternehmen.

Es ist wie ein Programm, dass genau dann abläuft, wenn du dich vor einer Entscheidung stellen musst. Nehme ich Weg A, der mit Aufwand verbunden ist oder Weg B, der mir doch sehr bequem erscheint und ohne großen Kraftakt ist. Diese Art von Willensschwäche hält dich fest in den Klauen, wenn du es zulässt und das Bewusstsein über deinen Körper sausen lässt.

Selbstdisziplin vs. Komfortzone

Um deinen Inneren Schweinehund zu überwinden benötigst du Selbstdisziplin und Motivation, um dich aus deiner Komfortzone zu befreien. Damit sich Mühe und Willenskraft auch wirklich auszahlt, braucht es keine Fantasie, denn schon bei dem ersten Schritt, hast du gewonnen.

Also, was hindert dich noch daran, das Sofa in zwei Minuten zu verlassen, einmal durchzulüften und die Entscheidung zu treffen, jetzt etwas SINN-volles zu machen? Die Antwort liegt auf der Hand.

Der Innere Schweinehund – erkenne ihn

Der erste Schritt, wie bei allem, ist das Erkennen des Inneren Schweinehundes. Wenn du seinen faulen Trick bemerkst, ist es Zeit, zu handeln. Erkenne ihn durch die folgenden Punkte und werde dann aktiv:

Trägheit 

Du bist lustlos, müde, träge oder einfach auch teilnahmslos. Das ist gefundener Fraß für den Inneren Schweinehund. Sobald du merkst, dass du träge bist, werde aktiv. Räume die Wohnung auf, packe deine Sporttasche oder laufe eine Runde um den Block. Handele, denn nur so ändert sich etwas in deinem Leben.

Bequemlichkeit

Du bist arbeitsscheu, faul, bequem und möchtest einfach mal passiv sein und nichts tun. Wenn das ein oder zweimal vorkommt, weil du eine 60 Stunden Woche hast, empfehle ich dir mal eine schöne Auszeit zu nehmen, die all deine Sinne berührt und dich neue Kraft tanken lässt.

Ist dieser Bequemlichkeitszustand jedoch täglich, frage ich dich: Lebst du noch?? Hier ist eindeutig der Innere Schweinehund am Werk, der dich am aktiven Leben hindert und dich dahinvegetieren lässt.

Rastlosigkeit

Du rennst von einem Ort zum anderen, ohne Sinn und Verstand und ohne dabei wirklich aktiv am Leben teilzunehmen. Anders ausgedrückt: Du lümmelst von einer Ecke in die nächste und weißt nichts mit dir anzufangen.

Hier ist sein sehr trickreicher Innerer Schweinehund am Werk, denn er blockiert dich, klare Gedanken zu fassen und sinnvolles zu machen. Halte inne, setze dich an einen ruhigen Ort und schaffe innere Klarheit. Sammel deine Gedanken und lege Fokus auf das, was du als nächstes wirklich tun möchtest.

Ein Tipp für Schüßler Salz-Fans…

Für innere Klarheit und Ausgeglichenheit am Tage 10 Tabletten von Schüßler Salz Kalium phosphoricum D 12 Nr. 5 auf der Zunge zergehen lassen. Das vertreibt den Inneren Schweinehund, gibt neue Energie, vertreibt Erschöpfung und Müdigkeit und motiviert zu neuen Aufgaben.

5 schöne Tipps, um deinen Inneren Schweinehund zu überwinden

1. Gib ihm einen Namen

Sobald du deinem Inneren Schweinehund einen Namen gibst, kannst du ihn visualisieren und mit ihm kommunizieren. Wenn er dich dann wieder in deine Komfortzone lockt, spreche mit ihm klar und weise ihn auf seine eigene Komfortzone hin. Du bist nicht der Innere Schweinehund!

2. Formuliere klare Ziele und erstelle einen Plan

Du hast dir neue Vorsätze vorgenommen oder möchtest deine Ideen umsetzen? Sehr gut! Dann formuliere deine Ziele klar und schriftlich. Hänge oder lege sie an einen Ort, den du täglich siehst.

Entwickle deine Strategie, um den Inneren Schweinehund abzuweisen. Wenn dich die Lust zum Sport wirklich nicht packt, lies ein Buch, bringe die Wohnung auf Vordermann oder treffe dich mit Freunden. Schaffe dir deine Alternativen zu deiner Komfortzone.

3. Schließe einen Vertrag mit dir selbst ab

Nichts ist verbindlicher als ein Vertrag. Wenn du deinen Inneren Schweinehund wirklich überwinden willst, dann schreibe zusammen, was du dir erlaubst und was nicht. Das ist eine gute Methode für all diejenigen, die sich immer wieder erinnern müssen.

4. Suche dir einen Partner

Nichts ist motivierender als ein Partner. Er treibt dich an, unterstützt dich und bringt dich sogar zum Lachen, wenn dir die Aufgabe noch ein wenig zuwider ist. Suche dir jemanden, der deine Leidenschaft teilt und der dich so liebt, wie du bist.

5. Schaffe dir dein Motivationsspruch oder Motivationszeichen

“Dein stärkster Muskel ist dein Wille” -als ich den Spruch zum ersten Mal bei McFit auf einem Plakat gelesen habe, hat es Grenzen durchbrochen. Jedes Mal, wenn ich das Plakat mit diesem Spruch vor mir sah, habe ich noch mehr gegeben. Ob ein Motivationsarmband, das dir Kraft gibt, ein Symbol oder ein Spruch, unterschätze nie die Macht, die von diesen ausgeht. Einfach toll!

Mit dem Wissen um deine Spiegelbilder und den Inneren Schweinehund bist du in der Lage, dein Leben ein Stück mehr in die Hand zu nehmen und die Verantwortung dafür zu tragen, was in deinem Leben geschieht.

Wie erlebst du deinen Inneren Schweinehund?
Und wie bekämpfst du ihn?

Ich bin gespannt darauf, was du zu berichten hast. Lass uns in den Kommentaren einfach daran teilhaben.

Für mehr Gesundheit und Lebensqualität.

Deine Karin

 

P.s.: Dich interessiert das ein oder andere Thema und möchtest gerne mehr dazu wissen? Dann schreib mir doch einfach eine Nachricht.

 

 

22 Kommentare

  • Matthias sagt:

    Ha, wie geil! Ich kenne meinen inneren Schweinehund schon ewig. Habe ihm aber noch nie einen Namen gegeben. Cool Idee! Wo wir schon dabei sind =) Wie heißt denn deiner?

    Toller Artikel

    Danke und Gruß

    Matthias

  • karingreitemann sagt:

    Hey Matthias, vielen Dank! Mein innerer Schweinehund ist weiblich und hieß bis jetzt Karin. Ich spreche dann eher mit mir selbst wie “Menno, nicht du schon wieder!” , “Lass mich in Ruhe!” oder “Jetzt ist aber mal Schluss! Ich geh jetzt.” Das ist ganz lustig. Ich sollte ihr jedoch mal nen anderen Namen geben, dann kann ich sie direkt beim nächsten Mal auf das Sofa schicken, während ich zum Sport gehe. =)
    Lieben Gruß, Karin

  • petra sagt:

    Hey das probiere ich aus ICH kenne zwar das Buch Günter mein inner Schweinehund , da steht aber noch das man den Schweinehund einen Namen geben soll.DAS muss doch auch mit den lernen und Prüfung bestehen gehen.
    Mein Schweinehund tTaufe ich Lisa :-)
    Danke für den Tipp.
    LG petra

    • karingreitemann sagt:

      Hey, dem Inneren Schweinehund einen Namen zu geben ist wirklich klasse. So kannst du ihn fokussieren und dich direkt von ihm abgrenzen, denn das bist ja nicht du. Und gerade bei einer Prüfung ist das recht nützlich!! =) Wünsche dir viel Erfolg bei der Prüfung. Du schaffst das schon!! Nervennahrung, Vitamin B12 und Step by Step dem Ziel näher kommen.
      Liebe Grüße,
      Karin

  • Jawoll!!! Mein Schweinehund heißt Hamsterrad. Und den hab ich anfangs erstmal kennen lernen müssen. Als wir dann gute Bekannte waren, hab ich ihn immer schneller erkannt. Mit Ruhe komm ich ihm ganz gut bei. Das Interessante ist, dass ich mehrere Schweinehunde hab 😉 Der eine, der heißt Hamsterrad, der andere beschäftigt sich lieber mit allem, aber nicht mit der Prio 1. Mal sehen, wie ich den jetzt nenne :-)

  • Maja Bauer sagt:

    Voll cool! Danke. Ich Fall sonst in Latein noch durch wenn ich nicht lerne. STIMMT JA! Hausaufgaben:-(

    • Freut mich, dass ich dir Tipps geben konnte. Ich kenne es noch aus meiner Schulzeit… Nach dem Motto “Augen zu und durch!” und hinterher war es leichter als gedacht. Man muss sich ab und an einfach ran halten und “Prioritäten” setzen. :-)

  • Magdalena sagt:

    Hallo Karin,

    vielen herzlichen Dank für den großartigen und motivierenden Artikel! Die Worte sind sehr klar und treffend gesetzt und, wie ich glaube, genau die, die ich gerade brauche.
    Mein innerer Schweinehund / meine Willensschwäche ist ziemlich vielfältig; sie äußert sich von Gedankenträgheit (spez. hinsichtlich komplexen Denkens und Erinnerns) über fehlende Motivation, morgends aus dem Bett zu kommen bis hin zur Flucht vor meinen Gefühlen. Unsagbar unpraktisch im Alltag und für die Erreichung meiner Ziele, die mir ja eigentlich sehr am Herzen liegen.

    Deshalb bin ich so froh, deine Worte gefunden zu haben – nicht zuletzt, weil sie wie ein notwendiger “Arschtritt” wirken, aber auch, weil sie so prägnant das Problem beschreiben und praktische Lösungsvorschläge anbieten (die ich mit Sicherheit probieren werde).

    Beste Grüße und auch dir alles Gute,
    Magdalena

    • Liebe Magdalena,
      ich habe zu danken für deine tollen Worte, deine Erfahrungen und das Feedback.

      Es ist nicht immer einfach aus den Fängen des Inneren Schweinehundes zu kommen. Auch der Innere Kritiker, der Innere Befehlshaber und Innere Zweifler treiben zusätzlich noch ihr Unwesen. In meinen Workshops und Seminaren ist es immer ganz interessant, wie die Teilnehmer genau dieses reflektieren, kommentieren und weitere Lösungsvorschläge direkt mit einem “WOW” oder “Aha” ausprobieren.

      Wisse stets, du bist nicht deine Gedanken. Schlüpfe in die bewusste Beobachterrolle und du wirst erkennen, dass schon ein leichter Perspektivwechsel enorm viel bewirken kann.

      Beste Grüße und alles Liebe,
      Karin

  • laura sagt:

    Hallo Karin,
    ich dachte bisher immer ich sei nur von der Arbeit so müde aber nach dem was du geschrieben hast ist es wohl tatsächlich mein innerer schweinehund, den ich übrigens horst getauft habe, ich probier das mal aus, muss mich unbedingt zum Sport bewegen. Eigentlich liebe ich Sport doch seit einer Weile druck ich mich immer wieder davor also horst verpiss dich. Danke :)

    • Hallo Laura,
      ja, so könntest du ihm auch das “Laufen” lernen. Ich bin wohl immer zu weich, was solche Aussagen angeht, jedoch konsequent, was die Umsetzung angeht. 😉 Vergiss jedoch nicht, Arbeit sollte auch Spaß machen und dir stets auch eine Art von Energie geben. Falls es das nicht tut, solltest du überlegen, was neben dem Inneren Schweinehund noch so an Energieräubern dir Kraft und Motivation nimmt. Häufig ist es ein ganzer “Symptomenkomplex” aus unzähligen Faktoren. Schaffst du Bewusstsein dafür, veränderst sowohl in dir als auch außerhalb von dir den ein oder anderen Berührungspunkt, schaffst du es, dass Arbeit nicht mehr nur Arbeit ist, sondern dir eine neue Möglichkeit des Lebens bietet. Vielleicht geben dir weitere Artikel von mir diesbezüglich noch Impulse. Den Horst kannst du derweil schonmal schön auf seine Couch schicken, während du dich auf ins Leben machst!! 😉

      Liebe Grüße,
      Karin

  • Anna sagt:

    Hallo Karin!
    Danke für diesen wunderbaren Artikel!
    Ich habe schon lange mit meinem inneren Schweinehund zu kämpfen in dem mich unschöne sachen vor mir herschiebe. Das ist echt ätzend. Vor allem unterstützt der Computer und das handy das noch mehr. Jetzt mal spielen oder chatten, nurr ein video.
    So einen artikel wie deinen habe ich lange gesucht und bin wirklich begeistert von den treffenden worten.

    Mfg
    Anna

    • Hallo Anna,
      ja cool!! Das freut mich ja riesig, dass dieser Artikel deinem Inneren Schweinehund etwas auf die schliche gekomen ist. Bezüglich Handy und Computer kann ich dir ier mal ein paar Tipps geben. Schmeiße die Spiele von deinem Handy (nur Ablenkung und Zeit vertreib ohne wahren Sinn) und wegen PC bzgl. Social Media und Co.: Mache feste Zeiten aus oder max. Zeiten, denn hier steckt auch sehr viel Energieraub, Zeit, die du für wichtige Dinge in deinem Leben verwenden kannst. 😉 Schließlich möchten wir REAL leben und nicht VIRTUELL oder? 😉
      Seitdem ich diese Punkte in meinem Leben verändert habe, schlafe ich nachts besser und habe mehr Fokus auf meine Arbeit. Ansonsten heißt es: DRANBLEIBEN, wie ein Detektiv, den Inneren Schweinehund immer wieder auf die Schliche kommen und loslassen.

      Liebe Grüße,
      Karin

  • martina sagt:

    hey!
    dem kann ich nur zustimmen – meine heißt gretchen (wie gretchen aus doctor´s diary) – meist funktioniert´s auch, aber hin & wieder (vorallem zu beginn eines mehrwöchigen plans) thront sie gemütlich neben mir auf der couch …auch solche zeiten muss es manchmal geben ;o)

  • Karin sagt:

    Oh, danke für die tollen Tipps. Mein Schweinehund ist gerade mal wieder ziemlich groß geworden und so habe ich auf der Suche im Kampf gegen ihn hier diese Tipps gefunden. Werde ich gleich mal in die Tat umsetzen und ihm einen Namen geben und nach den einzelnen Schritten handeln. Ich hoffe, dass ich damit erfolgreich sein werde. Ach ja, einen Namen werde ich ihm auch gleich geben. Ich denke, Olga passt bei meinem ganz gut, denn Olga hieß meine Großmutter und sie war alles andere als träge und einen Schweinehung habe ich bei ihr nie bemerkt, nicht den allerkleinsten. Sie ist damit ein sehr positives Vorbild für mich. Ich denke, mich daran zu erinnern, kann eine zusätzliche Motivation sein. :)

    • Hihi ^_^ Der Schweinehund möchte gerne mal groß sein und am liebsten laut bellen. Doch im Grunde ist er soooo klein im Gegensatz zu Dir. Dies dürfen wir erkennen, dass wir ihn an der Leine haben und nicht umgekehrt. Ein tolles Bild an Motivation. Vertraue und es wird funktionieren!! …Und wenn nicht, denk daran, dass dein Innerer Schweinehund ein kleiner Pudel ist, der mit seinem pipsigen Gebelle nichts zu sagen hat. 😉
      Ganz lieb Grüße, Karin

  • Susi sagt:

    Auch ein interessanter Gedanke:
    Seinen inneren Schweinehund lieb haben :) Denn ursprünglich ist er dazu gemacht, um uns zu schützen und uns Gutes zu tun: http://www.marktplatz-mittelstand.de/infocenter/selbstmotivation-trotz-innerem-schweinehund/

    Vielleicht sollte man ihn nicht bekämpfen, sondern lernen ihn glücklich zu machen und gleichzeitig etwas für sich zu tun.

    • Ja, so sehe ich das auch. Warum in Widerstand gehen? Das führt zu noch mehr inneren Druck und stresst unbewusst. Vor allem das nach Innenhorchen ist ein wichtiger Bestandteil, um seine Komfortzone zu erkennen und diese zu überwinden. Sich Auszeiten nach einem stressigen Arbeitstag zu gönnen ist sehr gut, doch sollte man stets auch darauf achten, dass die Entspannung auch bei Körper und Geist ankommt statt wie eh und je träge auf der Coach zu liegen. :-)

      Ein guter Artikel ebenfalls zur Selbstmotivation gibt es hier: http://www.karingreitemann.com/motivation-pur-vorsaetze-umsetzen/

  • Klaus Hafner sagt:

    Hallo, Frau Greitemann!

    Toller Artikel. Hat echt geholfen.
    Dieser berühmte kleine Schubser! :-)
    Vielen Dank!

    Ich wünsche Ihnen viel Erfolg weiterhin.

    Liebe Grüße, Klaus Hafner.

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