11 Gründe, warum Hafer mehr als eine Flocke ist – Das Powerkorn

Schöne Haut, Haare und Nägel? Eine ausgewogene Ernährung? Power für den Tag?

Ja, das hört sich toll an! Dann probiere es doch mal mit der Haferflocke aus.

Ob als Müsli, Brei oder zum Andicken von Gerichten, Hafer kann in vielfältiger Weise verwendet werden und ist seit je her bekannt für seine außergewöhnliche Energiezufuhr und eine positive Wirkung auf den ganzen Körper.

Hafer als Grundnahrungsmittel

Haferflocken ist ein Grundnahrungsmittel, das aus Saat-Hafer hergestellt wird. Um seine bekannte Form zu erhalten, werden die Haferkörner entspelzt, geschält und das gedörrte Korn platt gewalzen. Haferflocken gibt es in kerniger, zarter oder sofortlöslicher Variante. Neben dem energiereichen Müsli oder Haferbrei wird es auch als Bindemittel für Speisen oder für lockere Backwaren verwendet.

100 g Hafer enthält 375 kcal, 13 g Eiweiß, 7 g Fett, 60 g Kohlenhydrate und ca. 10 g Ballaststoffe sowie unzählige Mineralstoffe wie Magnesium, Calcium, Kalium, Spurenelemente, Vitamine, essentielle und nicht essentielle Fettsäuren.

Nackthafer – Was ist das?

Erwähnenswert an dieser Stelle ist der Nackthafer. Er ist eine einjährige Pflanze und heißt deswegen nackt, weil die Spelze beim Dreschen direkt abfällt. Im Vergleich zu anderen Haferarten besitzt er einen höheren Gehalt an Fett- und Bitterstoffen und hat einen hohen Stellenwert in der vollwertigen Ernährung. Ansonsten wird er heutzutage kaum noch angebaut.

Doch was steckt eigentlich alles in dem winzig kleinen Korn drin?
Warum hält es dich über den Tag so lange fit?
Welchen Nutzen kannst du ab nun aus Hafer für dich ziehen?

All das verrate ich dir hier, für einen gelungenen Start in den Tag und ausreichend Power bis in den späten Nachmittag hinein.

 

11 Gründe für einen gelungenen Start in den Tag

1. Hafer als hochwertige Kalorienbombe

Das Haferflocken viel Energie liefern, habe ich bereits mehrfach erzählt. Der Grund dafür sind hochwertige Kalorien, die durch komplexe Kohlenhydrate und Ballaststoffe gegeben sind. Dein Sättigungsgefühl hält dadurch noch Stunden an.

 

2. Ein Allrounder mit wertvoller Nährstoffzufuhr

Hafer ist ein Allroundtalent an Nährstoffen, Vitaminen, Mineralstoffen und vielen weiteren lebenswichtigen Substanzen. Kein anderes Getreide bietet dir so viel. Überzeuge dich selbst:

Vitamine:
B1, B2, Niacin, Pantothensäure, B6, Biotin, Folsäure, Vitamin E und K

Mineralstoffe und Spurenelemente:
Kalium, Calcium, Phosphor, Magnesium, Eisen, Zink, Kupfer, Mangan

essentielle und nichtessentielle Aminosäuren:
Valin, Histidin, Tryptophan, Isoleucin, Threonin, Phenylalanin, Lysin, Methionin, Cystin, Leucin, Tyrosin sowie Glutaminsäure, Asparaginsäure, Alanin, Prolin, Serin, Arginin

essentielle und nichtessentielle Fettsäuren:
Linolsäure, Ölsäure, Omega-3 und Omega-6-Fettsäuren (in kleinem Anteil)

 

3. Positive Wirkung Magen-Darm-Problemen

Wasserlösliche Ballaststoffe fungieren als Quellstoffe und bilden einen viskosen Schleim, der sich wie eine Schutzschicht auf die Magenschleimhaut legt und diese vor Magensäure schützt. Durch Bindung überschüssiger Magensäure lindert Hafer sogar Sodbrennen, Magenschleimhautentzündung, Helicobacter pylori oder einfache Übelkeit.

Die Quellstoffe und Füllstoffe (wasserunlösliche Ballaststoffe) erhöhen im Darm das Stuhlvolumen, was zur Aktivierung der Darmbewegung führt und zu einer schnelleren Ausscheidung von teils giftigen und schädlichen Stuhlbestandteilen beiträgt und Unterstützung bei Verstopfung bietet.

Ein feuchter Tipp…

Wenn du dein Müsli nicht so trocken magst, kannst du die Haferflocken mit Wasser oder Milch verquirlen. Dann nach Wunsch mit Obst, Mandeln oder Nüssen, etwas Honig oder Zimt mischen. Lecker!

Dies fördert gleichzeitig die quellende Eigenschaft der Flocke und kurbelt die Verdauung schneller an.

4. Positive Wirkung auf den Cholesterinspiegel

Der lösliche Ballaststoff Beta-Glucan bildet durch Quellung einen zähflüssigen Schleim, der  Gallensäure bindet. Durch die geringere Rückresorption von Gallensäure schüttet die Leber vermehrt Gallensäure aus, welche u.a. durch endogenes Cholesterin gebildet wird. So sinkt der LDL-Spiegel bei 50-100g schon signifikant.

Durch die im Hafer enthaltenen Phytosterine wird der Gesamt- und LDL-Spiegel ebenfalls gesenkt.

 

5. Positive Wirkung auf den Blutzuckerspiegel

Haferflocken heben nicht wie Schokolade den Blutzuckerspiegel von 0 auf 100 an. Im Gegenteil, denn die hochwertigen und komplexen Kohlenhydrate müssen erst in ihre Einzelteile zerlegt werden, was dauert. So sind Haferflocken gerade für Diabetiker eine gesunde Alternative zu Honig, Marmelade oder Nutella zum Frühstück.

 

6. Für mehr Manneskraft

Auch für die Männer ist es ein beliebtes Nahrungsmittel, denn Hafer steigert die Bildung von Testosteron, regt den Muskelaufbau an und fördert die Fettverbrennung. Neben der unzähligen Aminosäuren, hochwertigen Kalorien und Vitaminen ist es ein Grund, warum Kraftsportler sehr gerne auf Haferflocken zurückgreifen und schnell zu gewünschten Erfolgen kommen.

 

7. Zum Abnehmen, Basenfasten oder für eine ausgewogene Ernährung

Das langanhaltende Sättigungsgefühl verleitet nicht so schnell zu einem kleinen Zwischensnack, daher ist es Bestandteil vieler Diäten oder Kuren. Falls der kleine Hunger doch plagt, probiere es mit Instantflocken aus. Das sind sehr feingemahlene Haferflocken, die sich schnell in Wasser einrühren lassen und satt machen.

Mit einem ausgewogenen Frühstück aus Haferflocken, Mandeln und etwas Obst wie Birnen oder Äpfel sorgst du außerdem für einen Ausgleich im Säure-Base-Haushalt.

2 Rezepte für einen Basensnack:

Basenmüsli

100 g Hafer
1 Banane
1 Apfel oder anderes Obst der Saison
1 TL frischen Zitronen- oder Orangensaft
3 EL Mandelblättchen

Haferflocken in eine Schüssel geben, Zitronen- oder Orangensaft dazugeben und kurz durchziehen lassen. Die Banane, den Apfel oder nach Belieben auch ein anderes Obst klein schneiden und die Mandelblättchen untermischen.

Frischer ACE-Smoothie

2 Äpfel
1 Karotte
1/2 Schale schwarze Johannisbeeren
1/2 EL Sesamöl oder 1/2 EL Sesamsaat

Äpfel und Karotten waschen und zerkleinern. Die schwarzen Johannisbeeren waschen und abtropfen lassen. Dann alles nacheinander in den Mixer geben und klein pürieren.

Mehr zum Thema Basenfasten in den Büchern von Sabine Wacker.

8. Für Haut, Haare und Nägel

Die in den Haferflocken enthaltenen Vitamine B2, Biotin und Niacin sowie die Nährstoffe Zink und Calcium verfeinern das Hautbild, vor allem bei unreiner Haut oder Akne. Durch eine verbesserte Mikrozirkulation werden die Zellen wieder mit Nährstoffen versorgt, was sich bei brüchigen Nägeln, trockenem und splissigem Haar oder trockener Haut durch Festigkeit und Glanz bemerkbar macht.

Viele Kosmetikhersteller haben Haferprodukte wegen seiner hautbildverbessernden Eigenschaft mit ins Sortiment genommen, wie auch Pierre Fabre mit der Marke Aderma für sensible und gereizte Haut.

 

9. Bei Allergien, Glutenunverträglichkeit oder andere Darmerkrankungen

Da Haferflocken kein Gliadin und Glutenin enthalten, können sie sogar bei Allergien, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) sowie chronisch entzündlichen Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa, Reizdarmsyndrom oder Kurzdarmsyndrom) verzehrt werden. Gliadin und Glutenin bilden zusammen das Kleber-Eiweiß Gluten, welches in Weizen oder Roggen vorkommt und für Allergiker zunehmend für Probleme sorgt.

 

10. B-Vitamine für Vegetarier und Veganer

Haferflocken bieten Vegetarier und vegan lebenden Menschen eine tolle Möglichkeit, ihren Vitamin-B-Spiegel aufzufüllen und sich ganz ohne Fleisch, Fisch oder anderen tierischen Produkten ausgewogen zu ernähren.

 

11. Als Nerven-Nahrung

In der alternativen Heilkunde ist Hafer als Avena sativa bekannt. In Globuli-Form sorgen sie bei seelischer Anspannung, Müdigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit für innere Ruhe und Ausgeglichenheit und schaffen Raum für bessere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

 

Ein alternativer Tipp für alle gestressten Mütter:

Wer Globulis mag und gerne im Alltag damit Unterstützung sucht, für die ist Calmedoron® von Weleda vielleicht ein interessantes Präparat. Dieses enthält neben Hafer noch Baldrian, Hopfen und Passionsblume und sorgt für innere Ruhe und einen entspannten und erholsamen Schlaf.

Hafer ist ein Allround-Talent vor allem in dem Bereich Ausdauer, Konzentration und innere Ausgeglichenheit. Durch das starke Sättigungsgefühl greifen Naschkatzen nicht zu früh wieder zum nächsten Snack, was dementsprechend auch Übergewicht vorbeugt.
Zudem trägt die Powerflocke zu einer gesunden Verdauung, einen guten Fett, Eiweiß- und Kohlenhydratstoffwechsel bei.

Welche Erfahrungen hast du mit dem Powerkorn gemacht?
Ist die Flocke auch schon dein täglicher Ernährungsbegleiter?

Ich bin gespannt darauf, was du zu berichten hast. Lass uns in den Kommentaren einfach daran teilhaben.

Für mehr Gesundheit und Lebensqualität.

Deine Karin

 

P.s.: Spannend zum Thema Powerfood ist auch mein Artikel über Ingwer. Schau hier mal rein.

2 Kommentare

  • Liebe Karin,

    Ein toller Artikel. Wußte garnicht das ich so etwas Vielseitiges esse 😉

    Ich leide auch unter ziemlich vielen Nahrungsmittelunverträglichkeiten und bin deshalb immer wieder am ausprobieren.
    Seit gut 3 oder 4 Monaten sieht mein “erstes” Frühstück so aus:

    1/2 Apfel klein geschhnitten, 1 Becher (150g) Naturjoghurt, 2 Tl. Kakao und 5-6 Tl. Haferflocken.

    Schmeckt mir sooooo lecker, dass ich es auch meistens Nachmittags nochmal esse 😉

    Nach deinem Beitrag werde ich es sicher noch mehr genießen und mir bewusst machen, was ich mir gutes tue!!

    Herzlichen Dank,

    grüße Nicole

  • karingreitemann sagt:

    Vielen Dank, für den schönen Kommentar und das Lob für den Artikel. Freue mich. =)
    Ja, von Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann ich auch ein Liedchen singen. Mittlerweile weiß ich, was gesund für meinen Körper ist, wovon ich ab und an mal “naschen” darf oder was ich sein lassen sollte. Ich empfehle dir, deine Ernährung weitesgehend auf vegan und vegetarisch umzustellen, dann hast du die wenigsten Problem.
    Dein Müsli kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich schneide entweder eine Banane oder 1/2 Apfel rein, gebe eine handvoll Mandeln dazu (sehr basisch) und würze mit einer Prise Zimt (zur kalten Jahreszeit super lecker!). Statt der Milch nehme ich Wasser, das macht nicht so träge. So kann sich wirklich einen tollen und energiereichen Start in den Tag zaubern.
    Liebe Grüße, Karin

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