Das Geheimnis von innerer Zufriedenheit – Teil 1 – Unzufriedenheit erkennen!

Ich schaff das nicht! Ich muss besser sein als du! Ich muss perfekt sein!

Selbstzweifel, Forderungen und Unzufriedenheit sind Themen, mit der viele bewusst oder unbewusst kämpfen. Ständig bist du unzufrieden, deine Launen lässt du an anderen raus oder du hast dir mal wieder zu viel aufgebrummt und dir fehlt einfach der Mut, mal “Nein” zu sagen.

Unzufriedenheit raubt Energie

Oft sind es nur die kleinen Dinge im Leben, die “aus einer Mücke einen Elefanten machen”. Bei den Frauen ist es meist die Speckfalte an der Hüfte oder der Pickel, der zum ungünstigsten Zeitpunkt und an der unpassendsten Stelle drückt.

Bei den Männern geht es in erster Linie um einen gut trainierten Körper, denn warum sonst Posen so viele im Fitnessstudio oder daheim vor dem Spiegel und drücken danach nochmal die Hantel.

Alles Dinge, die dich in deinem Glück blockieren und dir unnötige Energie rauben. Müdigkeit, Leistungsabfall und negative Gedanken führen zu einem Teufelskreislauf, der immer öfter in Burnout endet.

Die Ursache Nr. 1

Um die Ursache allen Übels aufzulösen, musst du nur eine Sache wissen:

DU SELBST BIST DIE URSACHE.

Aus deinen Bedürfnissen, Erfahrungen und den äußeren Einflüssen entstehen Erwartungen, die du mit deiner Wahrnehmung vergleichst. Dieser Vergleich äußert sich in Diskrepanz und je nachdem, ob positiv oder negativ, entstehen Zufriedenheit oder Unzufriedenheit, manchmal auch Gleichgültigkeit.

Die häufigsten Gründe für Unzufriedenheit

Pessimismus

“Körper doof! Partner doof! Job doof! Schule doof! Alles ist doof.” – Die Liste ist lang und betrifft meist jeden Lebensbereich.
Statt sich mit den positiven Dingen im Leben zu beschäftigen und der Leidenschaft nachzugehen, hockst du in deinem dunklen Kellerraum und schmollst über all die schlechten Dinge in deinem Leben.

Konzentration auf falsche Dinge

Du konzentrierst dich auf das, was nicht läuft. Du hast das Ziel und somit auch den Weg aus den Augen verloren. Du gehst Dingen nach, die deinen Bedürfnissen nicht entsprechen und die mit deinem eigentlichen Weg nicht übereinstimmen.

Das Problem Denken

Wenn du deine Gedanken genau beobachtest, dann wirst du schnell feststellen, dass dir täglich zig Probleme im Kopf rumschwirren, die dir Energie saugen. Dreh den Spieß um und denk an etwas, was dich glücklich macht und dir Spaß bereitet.

Verantwortung lieber anderen überlassen

“Ich war das nicht!” – Nicht selten streitest du Dinge ab, die in deiner Verantwortung liegen und ärgerst dich im Nachhinein, dass du diese bestimmte Aufgabe nicht selbst getan hast.

Streben nach Vergangenheit und Zukunft

“Früher war doch alles schöner.”, “In Zukunft wird sich einiges ändern.” oder  wie in der Ikea-Werbung “Oder lebst du schon?” – Wenn du unzufrieden in deinem Leben bist, dann ändere es jetzt! Nicht ohne Grund leben Kinder im Hier und Jetzt und erfreuen sich an den kleinen Dingen im Leben.

Die Gier nach mehr

“Mein Haus, mein Auto, mein Boot!” – Wir befriedigen unseren Unmut mit Dingen, die unsere Unzufriedenheit nur für den Moment stillen. Wir Verlangen ständig mehr und hegen Erwartungen, die teilweise so abstrus sind, dass die Enttäuschung bei Nichterfüllung wie ein kleiner Weltuntergang ist.

Verzerrung des Selbstbildes und mangelnde Selbstliebe

“Ich muss meine Nase richten!” “Oh, mein Busen sitzt nicht richtig!” – Der Trend zu Schönheits-Operationen nimmt nicht ab. Auch Werbungen mit perfekten Model-Körpern verzerren das Menschenbild. Du hast den Sinn, das Bewusstsein und die Liebe durch die Suggestion der äußeren Einflüsse wie Medien, Werbung zu deinem Körper verloren. Erinnere dich, wer du wirklich bist.

Konditionierung von Zwang und Gewohnheiten

“Ich habe das immer so gemacht, also ist es so.” – Aus Bequemlichkeit sehen wir nicht, welche Möglichkeiten sich hinter den Grenzen bieten. Wir verbieten uns Dinge, die uns im Denken und Handeln einschränken und blockieren uns durch konditionierte Zwänge und Gewohnheiten in unserer Energie und im Dasein.

 Gesunde Unzufriedenheit als Motivator nutzen

Unzufriedenheit ist nicht immer schlecht, eher im Gegenteil.
Gesunde Unzufriedenheit motiviert und treibt an, selbst an dir zu arbeiten und dich weiterzuentwickeln.

Ungesunde Unzufriedenheit allerdings bremst dich aus und raubt viel Energie. Dazu gibt es das folgende Phänomen:

Das Dampfkochtopfprinzip

– oder warum wir immer auf der Stelle treten.
  1. Wir starten hochmotiviert in ein neues Projekt.
  2. Mit der Zeit lassen wir die guten Vorsätze schleifen und innere Unzufriedenheit wächst.
  3. Ähnlich wie bei einem Dampfkochtopf baut sich innerer Druck auf.
  4. Irgendwann ist die Unzufriedenheit so groß, dass wir uns zum Handeln entscheiden.
  5. Wie über ein Ventil lassen wir Druck in Form von Streit, Nörgelei oder durch Zerbrechen der Teller ab.
    Diesen Schritt kannst du als Fortschritt sehen. Jedoch ist das eigentliche Problem nicht gelöst.
  6. Erneut kommen wir nicht weiter.  Stress und innerer Druck staut sich an und die Unzufriedenheit wächst.

Dasselbe Phänomen wiederholt sich wieder und wieder…

Erkenntnis ist das Stichwort. Wenn du dir erstmal bewusst bist, was die Ursache für deine Unzufriedenheit ist, dann folgt der nächste Schritt:

Aktiv handeln!

Erfahre hierzu mehr in Teil 2 von Das Geheimnis von innerer Zufriedenheit.

 

Ich möchte dir meine persönlichen Erfahrungen erzählen:

“Müssen” und “Sollen”

Krampfhaft an Dinge festzuhalten und danach zu streben zu müssen, ist energieraubender Zwang, der ausbremst. “Ich muss das heute noch schaffen.” oder “Wir sollen aber das noch bearbeiten.” sind Gedanken und Sätze, die oft vorkommen.

Strebe nicht nach Dingen, die dir deine Freiheit rauben

Meine damalige Chefin hat mich dazu erzogen, “müssen” und “sollen” aus dem Wortschatz zu streichen. Ein wichtiger Impuls, denn mit dieser Erkenntnis und das Handeln nach ihr, löse ich mich automatisch von Zwängen. Es befreit und das Leben lebt sich leichter.

Daher meine Empfehlung:

Wenn du merkst, du trittst auf der Stelle, du hast den Sinn für das Wesentliche verloren oder deine Gedanken drehen sich um zig Probleme, dann halt Jetzt inne.
Setz ein Stopp- Schild und mach ein Cut. Fange an zu erkennen, was die Ursache deines Problems ist. Das machst du am besten, indem du dir…

…deine persönliche Auszeit gönnst.

Der wichtigste Schritt ist die Erkenntnis, dass dein Leben an dir vorbei driftet und du es nicht mehr unter Kontrolle hast. Deswegen finde dich selbst wieder. Tipps für deiner persönliche Auszeit findest du hier.

Hast du auch das Gefühl, dass du dir viel zumutest und dir alles über den Kopf wächst?
Was machst du, um wieder runterzukommen?

Ich bin gespannt darauf, was du zu berichten hast. Lass uns in den Kommentaren einfach daran teilhaben.

Für mehr Gesundheit und Lebensqualität.

Deine Karin

 

P.s.:  Du möchtest dauerhaft glücklich und zufrieden sein und vor allem, das Leben in vollen Zügen leben und genießen? Dann sei gespannt und freue dich auf Teil 2 “Das Geheimnis von innerer Zufriedenheit” mit wertvollen Tipps und schönen Impulsen.

4 Kommentare

  • Matthias sagt:

    Ja,Ja, Ja ich geb es zu. Ich hab auch mal vor dem Spiegel gepost und konnte es gar nicht lassen meinen Bizeps zu betrachten oder nach Fettfalten am Körper zu suchen =). Alles Quatsch und kostet nur Nerven, Energie und Selbstvertrauen. Ziele, To do Listen, Masterpläne, Checklisten habe ich heute nicht mehr und fühle mich dadurch befreit. Es gilt nur dann etwas zu tun wenn es Spass macht und ohne Druck oder Vorsatz ganz von allein und intuitiv passiert.

    Toller Artikel, hat Spass gemacht.

    Lieben Gruß

    Matthias

    • karingreitemann sagt:

      Super!!! Vielen lieben Dank, Matthias =) Mit To-do-Listen, Masterplänen oder Checklisten komme ich ebenfalls nicht klar. Jedes Mal, wenn ich eine neue Liste beginne, schmeiße ich sie nach einem, spätestens nach dem zweiten Tag voll über den Haufen. Meine Devise: Komme was wolle, erledige es sofort und tu das, was dir Spaß macht. Meine Intuition hat mich dabei bisher sehr gut geführt und ich behaupte, je mehr man sich selbst vertraut und liebt, kommen die Dinge ganz von alleine auf einen zu ohne das man zig Listen abzuarbeiten hat oder oder viel Energie verbraucht. Je mehr man sich von energieraubenden Dingen löst, umso freier und glücklicher lebt man.

      Liebe Grüße zurück =)

  • Sybille Johann sagt:

    Ein sehr schöner Artikel, Karin. Wir sabotieren uns ständig selbst, indem wir immer wieder in diese negative Spirale hineinrutschen. Das Kreisen um die Probleme bringt nur eins: das Kreisen um die Probleme. Das musste ich auch erkennen.
    Sicher lassen sich Selbstzweifel und Co nicht von einer Minute auf die andere lösen, aber wenn man sich ernsthaft fragt, was für eine Angst dahinter steckt, kommt man der eigentlichen Ursache schon stückweise näher, und oftmals ist die eine ganz andere als die offensichtlich vermutete. Sich selbst auf die Schulter klopfen, was man trotz aller Widerstände geschafft hat ist der erste Schritt. Der zweite ist der Mut, es ANDERS anzugehen als bisher, um die ausgetrampelten Gewohnheitspfade zu verlassen, die einen nur wieder an die exakt gleiche Stelle bringen.

    Ich bin schon neugierig auf den zweiten Teil!
    LG
    Sybille

  • Marko sagt:

    Liebe Karin,

    Ein schöner Artikel. Ich habe mit dem zweiten Teil begonnen und bin dann hier bei den Ursachen gelandet.
    Zum Thema “müssen und sollen” bin ich der Meinung, alles zu dürfen, aber nichts zu müssen.
    Ähnlich ist es mit dem Streben nach mehr: Ich möchte es gerne, aber ich brauche es nicht. Diese Einstellung befreit sehr :)

    Alles Liebe,
    Marko

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